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Das Kreuz mit dem Kreuz – Heilbäder und Kurorte helfen bei Rückenproblemen

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Bewegung stärkt die Muskulatur und tut so dem Rücken gut.

(Foto: Fouad Vollmer, Werbeagentur für den Hessischen Heilbäderverband)

 

Mit dem Auto zur Arbeit, vom Schreibtisch kurz um die nächste Ecke zur Besprechung und am Abend nach der einen oder anderen Überstunde wieder mit dem Auto nach Hause. Da bleibt so manches auf Strecke und so haben viele Hessen auch Rücken, wie der DAK Gesundheitsreport 2018 belegt. 2,3 Millionen Hessen leiden regelrecht  unter Rückenschmerzen und damit ist nicht ein kleines Ziepen gemeint. Aber egal ob akute, subakute oder chronische Schmerzen -  die Heilbäder und Kurort ein Hessen haben das richtige Angebot, um den Rücken wieder zu stärken.

Im Büro am Schreibtisch, im Auto oder zu Hause auf dem Sofa: Die meisten Menschen sitzen im Alltag zu viel und bewegen sich zu wenig. Die Folgen sind früher oder später Rückenschmerzen. Die beiden hessischen Kurorte Gersfeld und Bad Sooden-Allendorf haben sich besonders auf das Thema Rücken spezialisiert, um ein Bewusstsein für die Leistung von Wirbelsäule und Co. zu entwickeln und die Gründe für die Leiden zu identifizieren. Die schlaffe Muskulatur ist dabei der Hauptgrund für die Schmerzen, neben Haltungsschäden, falschem Gehen, Stehen oder Heben. Jedoch können sich auch persönliche Belange wie Stress, berufliche und private Konflikte auf das Wohl des Rückens auswirken. Angst und Depressionen können ebenso starke Verspannungen verursachen.

Die aktuelle Generation der modernen „Sitzmenschen” hat besonders eine Aufgabe, um ihren Rücken etwas Gutes zu tun: Mehr Bewegung und bessere Haltung im Alltag. Jedoch müssen Haltungsfehler erst erkannt werden. In der Gemeinde Gersfeld befolgt das Team der Rhön-Klinik deshalb die Devise: Gesundheits-Bildung statt Gesundheits-Erziehung. „Die Menschen haben nicht gelernt, ihre Wirbelsäule zu pflegen”, weiß Dr. Bassram Keilani, Oberarzt der Rhön-Klinik. Erst wer versteht, wie viel Druck auf der Brustwirbelsäule beim Sitzen und Heben liegt, ist im Alltag auf der Hut. Durch Krankengymnastik und Rückenschule soll schließlich der schlechte Zustand der Muskulatur gestärkt werden. Das richtige Stehen, Gehen und Heben wird neu erlernt und praxisnah geübt. Dabei soll der Spaß an der Bewegung beim Nordic Walking oder bei Wanderungen in der intakten Natur der Rhön wiederentdeckt werden.

Für Dr. Carl Bartholomäus, Chefarzt der Kurhessen-Klinik Bad Sooden-Allendorf, ist es bedeutend wichtig, dann einzugreifen, bevor die Schmerzen chronisch werden. Dabei legt er großen Wert auf persönliche Gespräche mit den Patienten, um alle möglichen Gründe für die Schmerzen zu besprechen. „Durch Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Muskelentspannung ist es oft möglich, den Teufelskreis aus Verspannung und Schmerzen dauerhaft zu durchbrechen. Vor Ort werden die Patienten dabei von einem Team aus Psychologen und Sozialpädagogen betreut, damit sie nach ihrem bis zu fünfwöchigen Aufenthalt beim Wieder-Einstieg in den Alltag schmerzfrei bleiben.“

Tipps aus den Heilbädern und Kurorten für einen gesunden Rücken:          

Wer Rückenschmerzen vorbeugen oder bekämpfen will, muss bei der Rückenmuskulatur beginnen und das klappt auch in den eigenen vier Wänden. Die richtigen Übungen sind dabei das A und O. Die Verbindung aus Kräftigung, Dehnung und Mobilisierung stärkt dabei den gesamten Körper. Regelmäßig ein paar Minuten können bereits Großes bewirken.

1. Planks sind wahre Ganzkörperwunder. Bei der Übung, auch Unterarmstütz genannt, liegt der Körper am Boden und wird auf den Ellenbogen und Fußspitzen aufgestützt. Die Ellenbogen sind dabei direkt unter den Schultern und die Beine durchgestreckt. Der Po wird angespannt und bildet einer Linie mit dem Rücken.

2. Während der Schulterbrücke aus dem Yoga, liegt der Körper auf dem Boden, mit Blick zur Decke, die Beine sind angewinkelt und die Füße berühren das Gesäß. Um in die Übung zu kommen, wird das Becken vom Boden weggedrückt, das Gewicht liegt auf den Schultern und Füßen.

3. Im Vierfüßlerstand beginnt die Übung auf allen Vieren. Anschließend abwechselnd und diagonal einen Arm und ein Bein ausstrecken.

4. Rollen/Liegen auf der Faszienrolle oder „Blackroll“ genannt. Damit werden verklebte Faszien gelöst und Verhärtungen (Triggerpunkte) effektiv aufgelockert.