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Besondere Führungen erleben

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, in der Gruppe oder auf eigene Faust – eine Stadt lässt sich auf viele Arten erkunden. Neben den klassischen Stadtführungen bietet auch die Heilbäder und Kurorte in Hessen viel mehr.

Stadtführung für Vierbeiner: Mops, Pudel und Labrador erkunden Kassel
Stadtführungen sind in Nordhessen nicht nur etwas für Zweibeiner: In der documenta-Stadt Kassel erkunden Hund und Herrchen gemeinsam die Stadt und ihre Umgebung. Auf dem Spaziergang erfahren Teilnehmer einiges über die Geschichte des Stadtteils Kirchditmold sowie des Bergparks Wilhelmshöhe. Von der Hessenschanze führt der Rundgang zur Prinzenquelle, wo die Vierbeiner erst einmal toben können. Währenddessen erhalten die Zweibeiner weitere spannende Informationen über die Bedeutung der Prinzenquelle, Bad Wilhelmshöhe und auch die documenta, die sogar hier ihre Spuren hinterlassen hat. Die rund zweistündige Tour beinhaltet auch einen Spaziergang im Bergpark Wilhelmshöhe, wo die Hunde allerdings angeleint werden sollten. Die Kosten für die Führungen betragen 90 Euro pro Gruppe von bis zu 20 Personen und zehn Hunden.

Bad Hersfeld kulinarisch entdecken
In Bad Hersfeld wartet ein ganz besonderes Genuss-Erlebnis: Immer mittwochs, freitags und samstags begeben sich die Besucher jeweils um 15 Uhr auf eine kulinarische Reise durch die Kur- und Festspielstadt. Auf dem Programm stehen vier Genussstationen mit Sekt-Empfang, Kaffee und Kuchen, Weinprobe sowie „Brotzeit" mit Stracke und Brot, Bier und Lullusfeuer. Darüber hinaus lauschen die Teilnehmer Geschichten und „Schnurren" aus dem Leben in Bad Hersfeld und entdecken die kulturellen und kulinarischen Höhepunkte der Stadt. Die kulinarische Reise dauert rund zweieinhalb Stunden und kostet 25 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

Schnitzeljagd war gestern: Geocaching durch Bad Salzhausens Kurpark
In Bad Salzhausen können Besucher den weitläufigen Kurpark ausgestattet und geleitet von einem GPS-Gerät kennenlernen. Auf einem rund drei Kilometer langen Parcours warten zahlreiche kniffelige Fragen aus den Bereichen Natur, Geologie, Umwelt und Kultur. Der Freizeitspaß eignet sich für Jung und Alt gleichermaßen, bietet Spaß für alle und aktiviert den Teamgeist. Jeder Teilnehmer erhält zum Abschluss eine Urkunde. Der Verleih des GPS-Geräts kostet acht Euro pro Gerät. Die Kur- und Touristik-Info verfügt über insgesamt sechs Geräte.

Auf den Spuren von Deutschlands größter Schlange
Bekannt ist die Äskulapnatter als Symbol von Ärzten und Pharmazeuten. Die mit einer Schlange umwickelte Schale ist noch heute auf vielen Apothekenschildern zu sehen. In Deutschland kommt sie nur an wenigen Orten vor. Die Stadt Schlangenbad trägt ihren Namen aufgrund des Vorkommens der Schlange. Am 30. Juli und am 27. August 2015 führt Landschaftsarchitekt Thomas Wenzler zum Schlangenpfad im hinteren Kurpark. Kaum jemand kennt die Lieblingsplätze der schlauen Tiere so gut wie er und mit etwas Glück, werden die Teilnehmer der Führung schon bald einer leibhaftigen Äskulapnatter gegenüber stehen. Angst muss aber niemand haben: Äskulapnattern, die so lang werden können, wie ein Erwachsener groß ist, sind für den Menschen nicht gefährlich. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Tourist-Information. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro, mit Kurkarte zwei Euro.

Bad Sooden-Allendorf bei Nacht
In Bad Sooden-Allendorf erfahren Besucher bei einer Führung des Vereins für Heimatkunde e.V. die Geheimnisse der Stadt. Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Teilnehmer um 19 Uhr am Parkplatz „Am Brauhaus" an der alten Stadtmauer. Von hier aus geht es zum Diebesturm vorbei am Zimmersbrunnen. Eine besondere Herausforderung ist die Besteigung des Kirchturmes der St. Crucis-Kirche, wo die Teilnehmer eine Überraschung erwartet. Anschließend müssen die Teilnehmer noch durch das „faule Loch". Der Weg führt vorbei an der alten Schänke, aus der Wirt Sepp die Getränke reicht. Ein Gang durch die Kirchstraße mit ihren historischen Fachwerkhäusern hin zum Marktplatz rundet den Spaziergang ab. Als besonderer Abschluss des geschichtsträchtigen Abends ist ein Essen im alten „Ratskeller" vorgesehen. Die Teilnahme kostet 13,50 Euro pro Person.

So prickelnd kann Trocken sein: Kellereiführungen in Wiesbaden
Das Unternehmen Henkell & Co. Sektkellerei KG ist weit über die Grenzen Hessens hinaus für seine prickelnden Getränke bekannt. Jeden Samstag um 12 Uhr haben Besucher im Rahmen einer einstündigen Sektkellereiführung die Möglichkeit, einen Einblick in die Entstehungsgeschichte zu gewinnen. Am Marmorsaal im Rokokostil vorbei, lernen die Teilnehmer Wissenswertes über die 200.000-Liter-Fässer, die in sieben Stockwerke tiefen Weinkellern lagern. Den Abschluss bildet eine Verkostung der unterschiedlichen Sektvariationen. Treffpunkt für die Tour ist der Henkell-Shop in der Henkell & Co. Sektkellerei KG. Die Tickets kosten acht Euro und sind bei der Wiesbaden Tourist Information am Marktplatz in der hessischen Landeshauptstadt erhältlich.

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