Wiesbaden

Die Geschichte der Quellen

Informationen

Die Stadt Wiesbaden hat 26 Thermalquellen, die teilweise aus zweitausend Meter Tiefe an die Erdoberfläche sprudeln - insgesamt sind es rund zwei Millionen Liter am Tag, die Temperaturen zwischen 49 und 66 Grad Celsius erreichen: Die 27. Wiesbadener Quelle ist der Faulbrunnen, dessen Wasser nur 14 bis 17 Grad aufweist. Die heißeste Quelle mit einer Temperatur von 66 Grad Celsius ist der Kochbrunnen.

Je nach Quelle wird dem Wiesbadener Wasser heilsame Wirkung bei unterschiedlichen Krankheiten nachgesagt, wenn man es trinkt oder darin badet. Nicht alle Brunnen und Quellen sind im Stadtbild gegenwärtig, denn manche von ihnen sprudeln direkt im Keller eines Hauses: So verfügen beispielsweise dies Hotels Schwarzer Bock, Nassauer Hof und Bären über eigene Quellen.

Schon im 1. Jahrhundert war Wiesbaden unter seinem römischen Namen "Aquae mattiacorum" als römisches Bad bekannt, damals gab es bereits Badeanlagen. Auch im Mittelalter wurde in den heißen Quellen gebadet; seine Glanzzeit erlebte Wiesbaden als Kurstadt dann im 19. und frühen 20. Jahrhundert - unter den Gästen waren beispielsweise Richard Wagner und Fjodor Dostojewski, der der Stadt als "Roulettenburg" in seinem Roman "Der Spieler" ein literarisches Denkmal setzte, sowie Kaiser Wilhelm II., der regelmäßig während der Sommermonate in Wiesbaden weilte. (Eva Wodarz-Eichner)