Schlangenbad

Der Musensitz

Informationen

Am Hang des Bärstädter Kopfes hatte einst die nassauische Domänenverwaltung eine Ruhestätte und Schutzhütte aus Birkenstämmen erbaut. Vom "Bergsteigen" ermüdete und vom Regen überraschte Wanderer saßen hier in beschaulicher Ruhe und lasen auf einer Marmorsäule Worte in fremder Sprache:

"En Reconnaissance des Délicieuses Saisons Passées Ici Ensembles
Par Charles Cte. de Grunne et Betsi Ctesse. de Grunne 1830
(Zur Erinnerung an die gemeinsam genussvoll hier verbrachten Sommer.
Graf von Grunne und Betsi Gräfin von Grunne 1830).

Der holländische Gesandte in Frankfurt Graf de Grunne hatte diese Säule oberhalb des Kurbades zur Erinnerung an seine Aufenthalte in Schlangenbad errichten lassen.

Heinrich Zschokke, der im 18. Jahrhundert meistgelesene deutschsprachige Schriftsteller, nannte das Tempelchen seinen "Musensitz".