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Konzept für Heilbäder und Kurorte

30 Heilbäder und Kurorte in Hessen bieten vielfältige Angebote für Kur und Gesundheit, sind beliebt als Wohnort und auch dynamische Wirtschaftszentren. Seit Jahrhunderten begleiten sie die Menschen, sind Rückzugsgebiete, Orte der Ruhe und Erholung. Erst mit den Gesundheitsreformen, die 1989 ihren Anfang genommen haben, schien die Entwicklung der Heilbäder und Kurorte ins Stocken zu geraten. Die Veränderungen der wirtschaftlichen und demografischen Struktur, aber auch des Gesundheitsmarktes haben ihre Spuren hinterlassen. Das ist keine Frage. Die wichtige Frage jedoch ist: Wie gestalten sich die Heilbäder und Kurorte heute, und wie sind ihre Perspektiven für die Zukunft?

Im Auftrag des Landes Hessen hat die HA HessenAgentur GmbH ein Entwicklungskonzept für die Heilbäder und Kurorte erstellt. Bevor die Gesundheitszentren jedoch, auf „Herz und Nieren" überprüft wurden, galt es jedoch sich zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Tourismus in den Heilbädern und Kurorten zu verschaffen. Anschließend wurden für allem 30 Gesundheitszentren Profile erstellt, die Aussagen über den aktuellen Stand von „Vorsorge und Reha", Tourismus, Infrastruktur, Organisation, Kooperation sowie die Wirtschaft und den Arbeitmarkt treffen. Zusammengefasst in Stärken- und Schwächenprofile lässt sich gut ablesen, in welchen Bereichen die Schwerpunkte der Heilbäder und Kurorte liegen.

Aus diesen Analysen heraus haben die Leiterinnen der Studie, Dr. Kerstin Jaensch und Birgit Imelli, fünf Gruppen mit vergleichbaren Entwicklungsvoraussetzungen gebildet. In einem nächsten Schritt wurden für diese wiederum Handlungsempfehlungen entwickelt, die es nun auf Ebene der Heilbäder und Kurorte zu prüfen gilt.

Vorgestellt wurde das Entwicklungskonzept anlässlich des 10. Hessischen Bädertages in Bad Arolsen. Die Arbeiten der HA HessenAgentur GmbH wurden von einem Arbeitskreis begleitet. In den Sitzungen kamen Vertreter der Hessischen Ministerien der Finanzen, des Innern und für Sport sowie für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zusammen. Weiterhin wirkten Vertreter des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, des Städtetages, der HessenAgentur sowie des Hessischen Heilbäderverbandes mit.