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Welt KUR erbe

Richtig gelesen! Der 13. Hessische Kurtag der Heilbäder und Kurorte befasst sich mit dem Thema „Welt KUR erbe“. Und das mit gutem Grund. In Anlehnung an die UNESCO-Auszeichnung „Weltkulturerbe“ sehen sich die Heilbäder und Kurorte in Hessen in der Verantwortung ihre reiche KUR-Tradition zu bewahren, in das Hier und Jetzt zu übersetzen und zukunftsfähig zu gestalten.

Vom Norden bis in den tiefen Süden finden sich in Hessen
30 Heilbäder und Kurorte. Sie tragen mit 9,735 Millionen Übernachtungen über ein Viertel zu den Übernachtungszahlen in Hessen bei und sind damit eine stabile Säule des Tourismus. Allein aus ihren touristischen Aktivitäten heraus geben die Heilbäder und Kurorte 38.400 Menschen Arbeit. Schaut man in die ländlichen Gebiete wird deutlich, dass die prädikatisierten Orte wichtige Versorgungszentren sind, die den Bürgerinnen und Bürgern zudem beste medizinische Leistungen bieten. Auch wenn Lösungen für den demografischen Wandel gesucht werden, bieten die Heilbäder und Kurorte Lösungs-möglichkeiten. Die Herausforderungen, die sich bereits heute andeuten, werden enorm sein, der Bedarf an Vorsorge, Rehabilitation und gesundheitstouristischen Angeboten deutlich steigen. Aber vielmehr geht es für jeden einzelnen darum, seine Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter möglichst lange zu erhalten.

Aber weg von den Fakten hin zu Emotionen, vom Verstand zum Herz. Die Heilbäder und Kurorte in Hessen haben eine lange Tradition. Die Römer, die in den Wiesen badeten (und dabei der Stadt Wiesbaden ihren Namen gaben) legen bereits Zeugnis über die Kultur ab. Ende der 1980er Jahren schrien Gesundheitsreformen, die KUR ist zu teuer, wir können sie nicht bezahlen. Politiker riefen, die KUR bringt doch nichts, wir wollen sie nicht mehr. „Neue Angebote“ forderten, mach doch endlich Platz und „Wellness“ sagte ich bin hip und Du KUR hast uns nichts mehr zu bieten.

Höchste Zeit, genauer hinzuschauen und gut zu überlegen, ob die KUR wirklich aufgegeben werden soll. Seit 2009 begleiten die Heilbäder und Kurorte in Hessen deshalb den überaus wichtigen Markenprozess zur KUR auf der Bundesebene, sind Mit-Initiator und gerne Teil der gemeinsamen Erfahrung.

In diesem Markenprozess gilt es mutig zu sein: Die Kommunikationslinie ist nach dem neuen Markenmodell ausgerichtet und das Design angepasst: Die KUR steht mit den Heilbädern und Kurorten in Hessen wieder im Mittelpunkt.

In die Zukunft geschaut
Der Weg ist noch weit: Denn der Markenprozess zur KUR muss von der Landesebene in die Orte selbst transportiert werden.
In so genannten Markenwerkstätten arbeiten die Bäderspezialisten eifrig an der Umsetzung. Das theoretische Konstrukt „Marke“ wird in das Leben übersetzt. Gefragt sind hier besonders die Verantwortlichen des Kurwesens, denn sie müssen die Werte vorleben.

Deshalb ist die Marke KUR eines der wichtigsten Themen, die die Heilbäder und Kurorte in Hessen gestalten.