Schuppenflechte

Schuppenflechte - Bad Soden am Taunus hilft bei Psoriasis
Die dunkle Jahreszeit ist da. Kurze Tage mit wenig Licht bringen schon Gesunde aus dem Gleichgewicht. Für Menschen, die an Schuppenflechte leiden, kann das Fehlen des Sonnenscheins das Auslösen eines neuen Schubes bedeuten. Der alltägliche Kampf beginnt. Die „Gefangenschaft in der eigenen Haut“ nimmt ihren Anfang. Spiegel sind erbarmungslos. Ob im Badezimmer, im Auto oder in der Umkleidekabine - immer bestätigt der angstvolle Blick auf die von Ausschlag blühende Haut das Anderssein. Das Übel, das besonders die blassen Abkömmlinge der wolkenverhangenen Länder bevorzugt, macht inzwischen über zwei Millionen Deutschen zu schaffen. Damit ist die Schuppenflechte heute so häufig wie Diabetes.

Mehr als ein ästhetisches Problem
Psoriasis ist in erster Linie ein ästhetisches Problem. In den meisten Fällen ist sie nicht besonders schmerzhaft. Auch das Jucken der Haut ist erträglich. Vor allem: Psoriasis ist nicht ansteckend. Trotzdem stellen die Schuppen betroffene Menschen ins Abseits der Gesellschaft. Ihnen wird oft nicht nur der Besuch eines Schwimmbades verwehrt. Partnerschaft und Familie sind nur durch große Kraftanstrengungen zu meistern. Geheimhaltungsstrategien helfen, das Berufsleben erträglich zu machen. Eine im Erbgut verankerte Fehlinformation ist Auslöser dieser immunologischen Erkrankung, die in fünf bis sieben Prozent aller Fälle auch die Gelenke betrifft. Während sich die Haut eines gesunden Menschen in 26 bis 28 Tagen erneuert, hat es die Epidermis eines Psoriatikers erheblich eiliger. In nur vier Tagen, also sieben mal schneller als normal, „wandern“ die Zellen der obersten Hautschicht an die Oberfläche. Als Folge bilden sich auf Rücken oder Bauch, Leisten oder Po, dem Kopf, den Händen oder den Füßen trockene und silbrig glänzende Schuppen auf scharf begrenzten und stark geröteten Hautarealen. Die Haut verdickt sich auf das Siebenfache.

Verschiedene Faktoren treffen zusammen
Für die Schuppenflechte lässt sich keine Ursache allein verantwortlich machen. Sie tritt nur dann auf, wenn verschiedene Faktoren (Trigger) zusammentreffen. Neben der genetischen Veranlagung sind es besonders bakterielle Entzündungen und Virusinfekte, die einen Schub auslösen. Zahlreiche Chemikalien und viele Medikamente können ebenfalls zum erstmaligen Ausbruch oder einer erheblichen Verschlechterung führen. Aber auch Stress, psychische Belastung, zu enge, scheuernde Kleidung, Verletzungen, Operationen und die Schädigung der Haut durch Kälte, Wärme und Sonnenbrand sind als Trigger bekannt.

Waffenstillstand mit der eigenen Haut
Hilfe kommt aus Bad Soden am Taunus. Mit ihrem ganzheitlichen Behandlungskonzept reichen die Gesundheitsspezialisten ihren unheilbar kranken Patienten die Hand zum „Waffenstillstand mit der eigenen Haut“. Chef-Dermatologe Dr. Stephan Aschoff und das Team des Medico Palais setzen auf die Kraft der Natur. Die Sole-Photo-Therapie und Licht-Öl-Bäder stehen im Mittelpunkt einer Behandlung, die den Betroffenen lange symptomfreie Intervalle mit mehr Lebensqualität in Normalität ermöglichen sollen. Mit rund 35.000 Therapien pro Jahr gehört das hessische Gesundheitszentrum zu den größten ambulanten Therapiezentren für chronische Hauterkrankungen in Deutschland.

Ohne Risiken und Nebenwirkungen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Behandlungsformen mit stinkenden Teer-, nur kurzfristig erfolgreichen Kortison- und färbenden Dithranolsalben oder der Einnahme von Medikamenten aus der Krebstherapie ist die Behandlung mit Salz und Licht für den Patienten angenehm und völlig ungefährlich. Das Bad im warmen Mineralsolewasser bereitet die Haut nicht nur optimal auf die anschließende Bestrahlung vor. „Wir können nachweisen, dass die Thermalsole die für die Entzündung verantwortlichen Enzyme aus der Haut herausschleust,“ erklärt Dr. Aschoff. Schon damit allein sei die Verlangsamung der Zellteilung auf 15 Tage zu erreichen. Bei Arthritis-Patienten wirkt die Thermalsole zusätzlich schmerzlindernd und entzündungshemmend und führt so zur Senkung des Medikamentenverbrauches. Im Durchschnitt reichen 30 Anwendungen aus, um die Schuppen „wie Butter in der Sonne schmelzen zu lassen“.

Wunder kann auch die Bad Sodener Therapie nicht vollbringen. „Die Schübe kommen wieder“, weiß Dr. Aschoff, „mal nach drei Monaten, in zehn Prozent aller Fälle erst nach fünf Jahren“. Das sei aber bei jeder bekannten Behandlungsform so, führt der Dermatologe aus und weist auf die Unbedenklichkeit der Kur hin, die die Verhältnisse des Toten Meeres imitiert. Nur mit einer Dauerbehandlung einmal pro Woche seien die Patienten beschwerdefrei zu halten.