Bad Nauheim

Bismarck

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Als dem königlichen preußischen Gesandten Otto von Bismarck das Bein amputiert werden sollte, entschloss er sich zur Kur in Nauheim. Der spätere deutsche Reichskanzler litt unter starken Schmerzen, gegen die kein Arzt Rat wusste. Nach seinem Aufenthalt in der Badestadt war Bismarck so weit wieder hergestellt, dass er „gehen, auch reiten und im Oktober den Prinzregenten nach Warschau zur Zusammenkunft mit dem Zaren begleiten konnte", wie er in seinen „Gedanken und Erinnerungen“ niederschrieb. Das Bein war gerettet. 

Otto von Bismarck war einer der ersten von etlichen berühmten Gästen, die in Bad Nauheim Linderung ihrer Leiden fanden. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich die aufstrebende Kurstadt zum Treffpunkt des europäischen Hochadels.